Sydney und meine Ankunft auf Bali

Nach einer nicht sehr langen und erholsamen Nacht, da ich so aufgeregt war und mir über tausend Dinge Gedanken gemacht habe, ging es nun endlich weiter Richtung Sydney. Den Abschied haben wir zum Glück kurz gehalten, so war es nicht so traurig. Andi brachte mich netterweise an den Flughafen. Mit dem Flug klappte alles prima und auch vor Ort wurde ich direkt von meinem Shuttel aufgesammelt und zum Hostel (Original Backpackers, 160-162 Victoria Street, Kings Cross) gebracht.
Dort angekommen kamen wie immer die ersten Zweifel und ein kleines schwarzes Loch, in das man doch immer wieder fällt, wenn man an einem neuen Ort alleine ankommt. Ich wollte mir ursprünglich noch am selben Abend die Bridge und das Opera House anschauen, allerdings wurde es schon dunkel und eine Einheimische, die ich nach dem Weg gefragt hatte, riet mir ab im Dunkeln alleine durch den Park zu laufen. Also ging ich zurück zum Hostel und telefonierte erst einmal mit Mama. Das gab mir wieder etwas Kraft und einen klareren Kopf. Das Hostel war super gelegen, sauber und sehr nette Menschen. Mach dem Flug war ich so was von fertig, dass ich nur noch ins Bett wollte. Jedoch war es erst 17.30 Uhr und das konnte ich dann doch nicht verantworten. Also legte ich mich und und stellte mir den Wecker auf 20 Uhr, da ich noch auf einen gratis Drink in eine Bar wollte.
Total platt stand ich auf und setze mich in den Hof, in der Hoffnung mit jemandem ins Gespräch zu kommen. Das Hostel war super um Kontakte zu knüpfen und der Abend ging dann doch noch etwas länger als geplant.

Am nächsten Tag ging es mit dem Finnen, den ich am Abend kennen gelernt hatte, in die Stadt. Wir hatten eine großartige Sicht auf die Bridge und das Opera House, spazierten durch den botanischen Garten und den Hide Park, liefen einmal über die Brücke und zurück und hatten einen kleinen Einblick in das Stadtleben. Sydney war einfach nur wunderbar und ich hatte viel Glück mit dem Wetter. Die Sinne schien nur für mich :-)



Am nächsten Tag hieß es dann schon wieder auschecken. Nach leckeren Pancakes machte ich mich mit Juha, dem Finnen, auf in Richtung State Libary. Dort gab es immer wechselnde Ausstellungen und freien Eintritt. Es war eine Fotoausstellung die einfach super war und sich definitiv gelohnt hat.
Danach ging es meine restlichen australischen Dollar in Rupiah umtauschen. Unglaubliches Gefühl zwei Millionen als Scheine in der Hand zu halten.
Da ich spät dran war ging es im Stechschritt zurück zum Hostel, dort wurden noch schnell ein paar Nudeln gekocht und dann ging es schon Richtung Flughafen mit dem Bus.


Der Flug nach Bali war nicht gerade erholsam. Jetstar war nicht wirklich komfortabel, vor mir waren zwei sehr laute und ungezogene Kinder. Glücklicherweise setzte sich meine Nachbarin um und ich hatte zwei Sitze für mich alleine. Jetstar lässt sich jedes Extra bezahlen. essen, Getränke und sogar die Decke! Da ich umgebucht hatte wurde ich wie ein erste Klasse Gast behandelt. War auch mal schön.

Gelandet stand mein Taxi schon bereit und brachte mich direkt zum Keke Homestay nach Sanur. Während der Fahrt erlitt ich schon einen kleinen Hitze- und Kulturschock. Ich war ja gut vorbereitet, jedoch ist es einfach noch einmal etwas anderes vor Ort zu sein und es mit eigenen Augen zu sehen. Es sah toll aus aber eben auch anders. Um gar nicht mehr viel Nachdenken zu können ging ich sofort ins Bett. Erstmal drüber schlafen ist meistens das Beste was man machen kann. Das Homestay war in Ordnung und das Frühstück bestand aus zwei Scheiben Toast, Marmelade, Ei, Melone, Ananas, einer mini Banane und Tee. Das Obst ist hier einfach der Hammer!
Ich ging davon aus hier schnell Anschluss zu finden und meine Route weiter zu planen. Tja, nichts da. Das Homestay wurde maximal als Übergangsort genutzt um direkt weiter zu ziehen. Zudem waren fast nur Paar unterwegs, die kein großes Interesse an Mitreisenden haben.
Ich gab die Hoffnung nicht auf und dachte, wenn nicht hier, dann woanders in Sanur. Also verschaffte ich mir einen kleinen Überblick von der "Stadt" und musste mit entsetzten feststellen, dass nur Touris unterwegs waren. Familien, die ihren Haupturlaub hier verbrachten, oder verliebte Paare (hauptsächlich Australier). Ich hätte heulen können. da mir nichts besseres einfiel und ich schon recht verzweifelt war quatschte ich alle möglichen Leute an und fragte mich durch, ob es nicht einen Platz gibt an dem viele Backpacker unterwegs sind. Die Antworten waren immer die selben. In Sanur gab es keine. Wenn dann könnte man es in Kuta oder Ubud, den überlaufenen Touristädten probieren. Klasse Aussichten.
Auf der Straße traf ich zufällig zwei deutsche aus München, die sich mir annahmen und wir uns bei einem Drink erst einmal austauschten. Die zwei hatten auch 3 1/2 Wochen auf Bali verbracht und einiges gesehen. Also buchte ich noch eine weitere Nacht in Kekes Homestay um etwas mehr Zeit zum planen zu haben. Der weitere Plan war in den sauren Apfel zu beissen und nach Kuta und weiter nach Ubud zu fahren. Alles weitere würde sich dann schon ergeben.


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