Himare
08.-09. August 2021
Von Vlora ging unsere Reise weiter in den Süden nach Himare. Wir probierten unser Glück und setzten weiterhin auf die Reise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Man benötigt einiges mehr Zeit, nicht für die Strecke aber die Abfahrtsplätze zu finden und vor allem einen zu erwischen, denn Abfahrtspläne gibt es hier nicht.
Der Bus fuhr in Vlora direkt vom Monument ab, leider erst gegen 11.30 Uhr also vertrieben wir uns die Zeit noch in einem Café. Wir zahlten pro Person 400 LEK und brauchten knapp vier Stunden bis wir in Himare ankamen. Das Gute, man kann sich fast überall rauswerfen lassen, was uns knapp zwei Kilometer Fußmarsch ersparte.
Die Sprachbarriere ist groß aber irgendwie geht es dann doch immer.
Himare ist nett aber im August sehr überlaufen. Die Strände sind voll und die Unterkünfte teuer. Wir kamen bei Toni Retzo unter, die Nacht kostete uns zusammen 70 Euro inkl Frühstück. Es ist sehr sauber, am Ortsrand, man hat seine Ruhe und einen Fußweg von 6 Minuten zum Strand. Der Preis ist nicht wirklich gerechtfertigt aber zur Hochsaison kann man froh sein überhaupt noch etwas zu bekommen. Selbst das Hostel liegt nicht sehr viel darunter.
Das Meer ist super schön und ganz am Rand hat man auch etwas Ruhe vom Massentourismus.
Es gibt extreme Temperaturströme von warm und sehr kalt. Wir habe herausgefunden, dass es daran liegt, dass von den Bergen das kalte Süßwasser ins Meer strömt und sich dann mischt. Ab September kommt keine Wasser mehr nach und das Meer soll sehr warm sein bis in den November rein.
Allgemein haben wir von allen Seiten gehört, dass der September die beste Reisezeit sei. Es ist nicht mehr ganz so heiß und die Einheimischen, die die Strände bevölkern haben keinen Urlaub mehr. Alternativ ist der Juni noch eine gute Reisezeit für Albanien.
Am ersten Abend gingen wir sehr hungrig in eine griechische Taverne (Mezze) direkt am Strand. Der italienische und griechische Einfluss ist hier sehr stark spürbar. Es gibt kaum noch klassisch albanisches Essen.
Die Taverna können wir absolut weiterempfehlen, jedoch sollte man mit wenig Hunger oder größerem Geldbeutel aufschlagen ;-)
Geschmacklich war es fantastisch, die Portionen jedoch recht klein und preislich hoch. Eher Richtung Sterneküche. Wer sich mal etwas gönnen möchte ist hier genau richtig!
Es war ein wenig ernüchternd, denn es ist auch hier alles sehr voll und von einem Geheimtipp kann man wohl nicht mehr sprechen.
Pedro unser Kapitän bestätigte aber auch hier, dass es im September sehr ruhig und ursprünglich sein soll. Wir genossen es dennoch sehr, das Wasser ist unschlagbar schön, die Strände ansich auch und wir lernten viel über die Geschichte von Albanien, die Strände und Höhlen.
Absoluter Tipp mit Pedro in See zu stechen! The Great Chimera heißt der rote Katamaran und auch die Tourgesellschaft. An Bord gibt es Wasser gratis und Masken/Schnorchel kann man ebenfalls nutzen.
Es war gut investiertes Geld und definitiv ein Highlight.
















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