Pass von Valbone nach Theth

 04. August 2021

Nach einem ausgiebigen Frühstück ersparten wir uns die ersten 5 Kilometer von unserer Unterkunft an den Ausgangspunkt der Wanderung und fuhren mit einem Van für 100 LEK direkt dort hin. War auch eine gute Entscheidung, da der Weg dauerhaft an der Straße entlang führt und nicht sonderlich schön ist.

Um 7 Uhr ging die Route also für uns los. Wir waren fast die Einzigen, die mit den Backpacks unterwegs waren, was wir am Ende auch gut verstanden. Unsere Rucksäcke waren für die Tour eigentlich zu schwer und kostete uns ein paar Stunden mehr. Wir schätzen zwischen 14-16 Kilo hatten wir auf dem Rücken, dazu mindestens zwei Liter Wasser, die wir jedem empfehlen. Wasser lässt sich sehr gut bei den Zwischenstationen auffüllen oder neues kaufen.

Die großen Rucksäcke kann man bedenkenlos im Hostel in Shkodra lassen und nur mit dem nötigsten Gepäck die nächsten Tage durchkommen. Naja, im Nachgang ist man immer schlauer und wir waren umso stolzer, als wir am Ziel mit Rucksack ankamen.


Nun zur Tour.

Angegeben ist der Pass mit 12 Kilometern. Bis man jedoch auch wieder im Dorf ist hatten wir rund 19 Kilometer und 1100 Höhenmeter auf dem Tacho. Die Wanderung ist absolut zu empfehlen und wunderschön. Zu Beginn geht es am Flussbett entlang und der Aufstieg ist relativ angenehmen, da viele gerade Strecken, die auch teilweise durch Wälder führen, zwischen drin sind. Somit kann man sich immer wieder vom Anstieg erholen.

Wir liefen zu viert mit Fabian und Demian aus Frankfurt, die grob dasselbe Tempo hatten wie wir und auch das Mindset die Wanderung nicht durch zu ballern sondern ab und an zu pausieren und auch die Natur zu genießen.

Anscheinend schafft man die Tour mit Pause in grob fünf Stunden. Wir gingen noch bis ganz hoch auf den Peak, hatten eine kleine Pause am ersten Bergcafé und gegen Ende rasteten wir an einem Bach und packten unser Gipfelbier aus. Was sein muss, muss sein ;-)

Der Abstieg war gegen Ende etwas mühsam und auch kräftezehrend. Viel Geröll, wenig befestigte Wege und steil bergab. Ab 30 Merkt man dann doch, dass das Knie ein wenig zwickt und die Füße und Schultern schmerzen.
Wir schafften die Tour in insgesamt neun Stunden und kamen mehr als platt gegen 16 Uhr an unserer Unterkunft an, die uns vom Hostel empfohlen wurde. Leider war diese bereits ausgebucht, da die anderen bereits weit vor uns dor waren und nur ihre Tagesrucksäcke dabei hatten. Wir wurden dann ein paar Häuser weiter untergebracht.

Die Unterkunft war nicht schön und auch nicht so gastfreundlich wie in Valbona. Etwas dreckig, nicht sehr hilfsbereit und sehr einfach wobei uns das nichts ausmacht. Wir waren dann aber mit dem Abendessen wieder versöhnt, da es das beste Essen war, dass wir bis dato bekommen hatten.
Es gab eine Art Suppe/Eintopf mit Rindfleisch, Brot, Käse, Gebäck, Tomaten, Gemüse und vieles mehr. Sehr leckere und traditionelle Küche.

Die Nacht war kurz, da unsere Unterkunft belagert war mit der ganzen Familie und gefeiert wurde bis in die Morgenstunden.
Für die Übernachtung mit Abendessen und Frühstück zahlten wir 25 Euro pro Person. Was in Ordnung war.

Theth anisch lohnt sich aus unserer Sicht nicht wirklich, es ist nicht so schön wie Valbona und es gibt auch nichts zu sehen. Unsere Überlegung war am nächsten Tag noch eine Wanderung an die Wasserfälle (ca. 45 min eine Strecke) zu machen oder an das Blue Eye, eine tiefblaue Quelle, die sehr schön sein soll (ca. 3 Stunden eine Strecke). Es war jedoch Regen angesagt und wir waren auch noch vom Vortag etwas ko und freuten uns die Unterkunft zu verlassen. Nach dem Frühstück wurden wir abgeholt und fuhren zurück nach Shokdra (rund 10 Euro).










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